Tarifvertrag tv-h öffentlicher dienst

Beschäftigte Postdocs erhalten wie alle ihre Kollegen im öffentlichen Dienst eine besondere Jahresvergütung. Der Sonderzahlungsbetrag richtet sich nach dem geltenden Tarifvertrag und davon, ob der Arbeitnehmer in einem alten oder neuen Bundesland arbeitet. Sie beträgt zwischen 33 % und 60 % ihres durchschnittlichen Monatsgehalts. Postdocs, die Kinder haben, in Hessen arbeiten und unter das TV-H fallen, erhalten zusätzlich zu ihrem Gehalt auch ein Kindergeld. Nach den Tarifverträgen können auch im Zusammenhang mit sonderlichen Dienstleistungen, wie z. B. der Beschaffung von Drittmitteln, zusätzliche Leistungen zur Verfügung stehen. Die einzelnen Bundesländer gehen diese Chance jedoch sehr unterschiedlich. Der TV-L oder TV-H gilt immer für die Universitäten. Bei außeruniversitären Forschungseinrichtungen hängt die Frage, ob ein wissenschaftlicher Mitarbeiter nach TV-L, TV-H oder TVoeD bezahlt werden soll, von deren Finanzierung durch Bund oder Land ab. Neben dem angestellten akademischen Personal ist die Stelle des “Akademischen Rates” auch an Universitäten und Forschungseinrichtungen verfügbar, die in erster Linie Postdoktoranden vorbehalten ist. In dieser Position hat der Forscher in der Regel einen befristeten Beamtenvertrag und wird auf der Grundlage der Gehaltsskala A13 nach dem Bundesgesetz über die Vergütung des öffentlichen Dienstes und den jeweiligen nationalen Vorschriften bezahlt.

Übernehmen beispielsweise Nachwuchsgruppenleiter ein Projekt mit mehr Forschungsverantwortung, werden sie in der Regel auch in eine höhere Lohngruppe eingeteilt. Theoretisch ist es für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter möglich, ein niedrigeres Gehalt als bisher zu erhalten, da er tatsächlich auf Erfahrungsstufe 1 von vorne anfangen müsste. Die Tarifverträge sehen jedoch vor, dass dies niemals geschehen darf und dass das Personal auf ein höheres Erfahrungsniveau mit mindestens dem gleichen Gehalt versetzt wird. Forschungsarbeiten erfordern oft, dass Forscher einige Zeit im Ausland verbringen oder stipendienfinanziert werden. Im Allgemeinen wird die einschlägige Berufserfahrung an einer Forschungseinrichtung im Ausland in diesem Sektor allgemein anerkannt, sofern sie während ihrer Tätigkeit im Ausland einen Arbeitsvertrag hatten. Andererseits werden Zeiten, die durch ein Stipendium finanziert werden, nur als “nützlich” betrachtet. Sie können als Berufserfahrung angesehen werden, aber dies ist nicht garantiert. Mutterschaftsurlaub, bezahlter Urlaub und Arbeitsunfähigkeit bis zu einem Höchstbetrag von 39 Wochen gelten nicht als Unterbrechungen der im jeweiligen Zeitraum der Tarifverträge verbrachten Laufzeit.